Das Shannon / Weaver Modell – Die Informationstheorie

Zu den Personen

Der Mathematiker und Elektrotechniker Claude Edward Shannon (*1916; †2001) und der Mathematiker Warren Weaver (*1894; †1978) begründeten zusammen die sogenannte Informationstheorie. In Shannons Buch „The Mathematical Theorie of Communication” veröffentlichten sie 1948 ihr Kommunikationsmodell.

Die Informationstheorie beschäftigt sich mit Begriffen wie Datenkomprimierung, Informatik, Informationsübertragung, Kodierung, Entropie, dieser Begriff wird verwendet um die Informationsdichte von Nachrichten zu charakterisieren. Je gleichförmiger eine Nachricht ist, desto höher ist ihre Entropie (Heise 1989, S.100ff) usw. (www.binaryessence.de/dct/de000156.htm) Sie ist eine mathematische Theorie aus dem Bereich der Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie. Ziel dieser Theorie war es Informationssignale und Hintergrundrauschen zu trennen, das heißt maximale Übertragungsrate ohne Übertragungsfehler beziehungsweise während der Übertragung auftretende Fehler zu erkennen und zu kodieren. Somit dient sie nicht nur der Informatik und Nachrichtentechnik, sondern auch der Beschreibung anderer Kommunikationssysteme wie zum Beispiel der zwischenmenschlichen Kommunikation. (vgl. Rothe 2006 S.80ff Zitat Weaver)

Um militärische Gespräche während des zweiten Weltkrieges möglichst störungsfrei verlaufen zu lassen, mussten sie sich zunächst mit dem Problem der Kanäle und Kapazitäten auseinandersetzen. Das Informationssystem wurde daher in mehrere Sub-Systeme unterteilt um verschiedene Kommunikationscodes und Kanäle vergleichen zu können. (http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/Kommunikation.shml) (www.sw2.euv-frankfurt-o.de/VirtuLearn/hs.sommer00/ling-2/kmodelle1.html)

Jegliche Art von Kommunikation besteht laut ihrer Theorie aus sechs Sub-Systemen: der Quelle, dem Transmitter/ Sender, der Nachricht, dem Kanal, dem Decoder und dem Empfänger. (vgl. Shannon, Weaver 1976, S. 43ff u. 68ff) (http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/Kommunikation.shml)

Kurzbeschreibung der einzelnen Sub-Systeme:

(vgl. Shannon, Weaver 1976 S. 43ff u. 68ff)

  • Bei der Quelle handelt es sich um Personen oder Gruppen die kommunizieren wollen
  • Der Transmitter/Sender hat die Aufgabe die Nachricht in einer Art Code zu formulieren.
  • Die Nachricht ist alles was kommuniziert wird.
  • Der Kanal dient dazu die Nachricht zu übertragen, wobei die Wahl des richtigen Kanals äußerst wichtig ist (ein Kanal kann zum Beispiel die Luft sein in der sich Schallwellen zum Empfänger bewegen. Ein tauber Mensch könnte damit jedoch nichts anfangen.)
  • Der Decoder wird vom Empfänger benötigt, um den Code des Transmitters/Senders zu entschlüsseln.
  • Um Kommunikation überhaupt stattfinden zu lassen muss am anderen Ende des Kanals ein Empfänger sein.

Literatur verwendet:

  • Heise Werner, Quattrocci Pasquale (1989) Informations- und Codierungstheorien, Springer Verlag Berlin Heidelberg (2.Auflage)
  • Rothe Friederike (2006) Zwischenmenschliche Kommunikation Eine interdisziplinäre Grundlegung, DUV Wiesbaden
  • Shannon Claude E., Weaver Warren (1963) The mathematical theory of communication; University of Illinois Press
  • Shannon Claude E., Weaver Warren (1976) Mathematische Grundlagen der Informationstheorie, R. Oldenbourg Verlag München Wien (Deutsche Übersetzung)

Literatur weiterführend:

  • Kuhlen Rainer, Seeger Thomas, Strauch Dietmar, Laisiepen Klaus (2004) Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation; Saur Verlag Heidelberg, Baden-Württemberg (5.Auflage)
  • Klimant Herbert, Piotraschke Rudi, Schönfeld Dagmar (2006) Informations- und Kodierungstheorien, Teubner Verlag Wiesbaden (3. Auflage)
  • Porr Bernd (2002) Systemtheorie und Naturwissenschaft Eine Interdisziplinäre Analyse von Nikolas Luhmanns Werk, DUV Wiesbaden

Web: