Edutainment

Begriff

Der Begriff Edutainment sich aus den Wörtern Education und Entertainment zusammen und kennzeichnet ein Typ von Medienangebot mit dem sich unterhaltend lernen lässt. Ein Konzept, das sozusagen Unterhaltung und Bildung miteinander verbindet. Edutainment versucht mit Hilfe der Medienwelt unterhaltsame Methoden einzusetzen, um die Freude am Lernen zu steigern und das Lernen schneller und effizienter zu gestalten. [vgl. Hüther, Schorb 2005]

Merkmale

Bei dieser Art der Wissensvermittlung werden Ton, Grafik, Text, Film und Animation mit einander verbunden und in multimediale Anwendungen einbezogen. Durch die Interaktivität der Programme, hat der Anwender Einfluss auf das Geschehen und kann es somit teilweise selbst gestalten. Der Anwender muss keine bestimmte Reihenfolge einhalten, so werden große Freiräume zum Entdecken von Zusammenhängen geschaffen und gleichzeitig das Experimentieren und Nachdenken gefördert. Durch eine spielerische Kommentierung und eine kontextbezogene Rückmeldung findet sofort eine Fehlerkontrolle statt. Edutainment kann außerdem dazu genutzt werden, um den Fokus auf bestimmte gesellschaftliche, soziale, oder gesundheitliche Themen zu lenken. [vgl. IfaK]

Kritik

Der Wissensinhalt von Edutainmentprogrammen entpuppt sich oftmals als Halbwissen (unvollständig oder falsch). Es besteht die Gefahr, dass Informations- und Bildungsaspekte vernachlässigt werden und die Unterhaltung zu weit in den Vordergrund rückt. [vgl. Hüther, Schorb 2005]

Literatur

  • Erlinger, Hans-Dieter (1997): Neue Medien, Edutainment, Medienkompetenz. München: Kopäd-Verlag.
  • Postman, Neil (1988): Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie. Frankfurt/M: Fischer.

Quellen

  • Hüther, Jürgen/Schorb, Bernd: Grundbegriffe Medienpädagogik. München: Kopäd-Verlag, 4. Auflage 2005.