Medien
1. Einleitung
Medien sind Träger von Informationen. Dazu gehören neben den traditionellen Medien wie Bücher, Radio und Zeitungen auch neue Medien wie Internetportale, Podcasts, TV-Handys usw., die das Spektrum der Massenmedien erheblich erweitern.
2. Etymologie des Medienbegriffs
Laut einschlägiger Herkunftswörterbücher existiert das Wort Medium bereits seit dem 17. Jahrhundert, es fand zu Beginn als naturwisseneschaftlicher und grammatischer Fachbegriff Verwendung. Ebenso lässt sich mit den Wörtern Mitte, Mittel, dem französischen milieu, dem italienischen mezzo, den griechischen Wörtern meta und meson, sowie mit zahlreichen anderen eine Urverbindung nachweisen. Es lässt sich auch auf die indoeuropäische Wurzel medh- resp. das indo-europäische medhios zurückführen. Im Lateinischen bedeutet das Wort Medium mittlerer, Mitte (sowohl räumlich als auch zeitlich), Mittelmaß, Mittelweg, Mittler und Hälfte. Das Nomen wird im klassichen Latein mit räumliche Mitte beschrieben. (Vgl. Hoffmann 2002, 24f)
3. Probleme des Medienbegriffs
Die Darstellung des Medienbegriffs ist insofern schwierig, da medienwisschenschaftliche Fragestellungen bereits Thema waren, bevor an sich überhaupt ein Medienbegriff existierte. Ebenso medienwissenschaftliche Gegenstände verfügten über ein gewisses Brauchtum, bevor sie, von welchem Wissenschaftszweig auch immer, entdeckt wurden. Der Singular, das Medium, meint klassisch etwas anderes als der Plural, die Medien. Er meint einfach etwas Vermittelndes und zwar unter der Voraussetzung, dass er keiner Wissenschaftsdisziplin zugeordnet ist. Der Plural – die Medien - sind Gegenstand der neuen Disziplin. Der Medienbegriff, der die Basis der Medienwissenschaft bildet, ist eigentlich eine eher junge Erscheinung. Seit Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts kann man von einem Medienbegriff im heutigen Sinne sprechen, der Medien als Mittel von Kommunikation auffasst. Medien waren nicht nur in der Publizistik oder den Kommunikationswissenschaften ein Thema, sondern sie tauchten auch in der Philosophie, den Sprach- und Literaturwissenschaften auf. (Vgl. Leschke 2003, 9f)
4. Konstruktionen des Medienbegriffs
Der Begriff Medien kann auf eine polyseme Verwendung verweisen. (vgl. Hoffmann 2002) Er taucht in verschiedenen Disziplinen auf und gerade deshalb ist es oft schwierig für diesen Begriff eine einheitliche Definition zu finden. Für Hegel und Luhmann aber auch für Habermas bezeichnet der Medienbegriff in der Philosophie vorerst einfach nur Mittel bzw. Vermittlung, es muss weder einen technischen noch einen kommunikativen Zusammenhang geben. Für Kierkegaard ist der Medienbegriff ein Mittel „durch das die Idee sichtbar wird“ und der den Begriff in Kombination zu Sprache Architektur, Skulptur, Malerei und Musik bringt. Emil Dovifat findet den Medienbegriff für die Publizistik als den Richtigen, „die publizistische Wissenschaft wäre somit eine Disziplin mit einem ins Unabsehbare sich dehnende Stoffgebiet [….]“. (Leschke 2003) Anfang der 60er Jahre taucht erstmals der Begriff Massenkommunikation in der BRD auf. Für Larsfeld sind im Speziellen das Kontroll- und Manipulationspotential der Massenmedien von Bedeutung, wie sie etwa zu Hitlers Zeiten verwendet wurden. Massenmedien bieten demnach Anlass dazu, gesellschaftliche Steuerungstechniken zu verändern um sie effektiv einzusetzen. (Vgl. Leschke 2003, 14)
5. Literaturverzeichnis
Hoffmann, Stefan (2002): Geschichte des Medienbegriffs. Hamburg: Felix Meiner.
Leschke, Rainer (2003): Einführung in die Medientheorie. München: Fink.