Lesekompetenz im Kontext der Pisa-Studie
Die PISA-Studie, knüpft das Verständnis von Lesekompetenz an den anglo-amerikanischen Literacy- Ansatz (OECD-PISA) an, der eine funktionale Orientierung hat und der Bewährung von Kompetenzen in authentischen Anwendungssituationen eine wichtige Bedeutung zuschreibt.
„Lesekompetenz ist mehr als einfach nur lesen zu können. Unter Lesekompetenz versteht PISA die Fähigkeit, geschriebene Texte unterschiedlicher Art in ihren Aussagen, ihren Absichten und ihrer formalen Struktur zu verstehen und in einen größeren Zusammenhang einordnen zu können, sowie in der Lage zu sein, Texte für verschiedene Zwecke sachgerecht zu nutzen. Nach diesem Verständnis ist Lesekompetenz nicht nur ein wichtiges Hilfsmittel für das Erreichen persönlicher Ziele, sondern eine Bedingung für die Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten – also jeder Art selbstständigen Lernens – und eine Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.“ (Das Pisa-Konsortium 2001 S. 80)
Das Pisa Konsortium legt dabei ein besonderes Merkmal auf drei Teilkompetenzen. Die Erste ist das Informationen und Detailinformationen vom Leser bzw. von der Leserin im Text gefunden und in Bezug zueinander gebracht werden können oder auch die Gabe gesuchte Informationen in einen Text ausfindig zu machen. Die beiden weiteren Teilkompetenzen werden zum einen in der Fähigkeit des Lesers bzw. der Leserin gesehen aus dem Text durch selbstständiges Denken oder Vorwissen Bedeutungen zu konstruieren und zum andern das Gelesene mit eigenen Erfahrungen und Wissensbestände zu verbinden und zu reflektieren. Diese drei Komponenten sind in Bezug auf den Unterricht von internationaler Relevanz (durch PISA-Studie) und entsprechen der Anforderung der Informations- und Mediengesellschaft.
verwendete Literatur
- Baumert, J. (u.a.)(2001):PISA 2000. Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich. Deutsches PISA-Konsortium. Opladen, Leske + Budrich Verlag.
weiterführende Literatur
- Tillmann, Klaus-Jürgen, Thurn, Susanne, Stanat, Petra & Watermann, Reiner (2005): Die Laborschule im Spiegel ihrer Pisa-Ergebnisse: Pädagogisch-didaktische Konzepte und empirische Evaluation reformpädagogischer Praxis. Weinheim, Juventa Verlag.
- Schiefele, Ulrich (2004):Struktur, Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz: Vertiefende Analysen im Rahmen von PISA 2000. Wiesbaden, VS Verlag.
- Schlichter, Natalia & Terranova, Francesca (2007):Lesekompetenz und naturwissenschaftliche Kompetenzen anhand Pisa und Timms. München, Ravensburg, GRIN Verlag.
Webseiten
- http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/Internetseminar/Vorles_Lesen.doc Stand: 25.02.09. Prof. Dr. Blatt Inge: Einführung in die Deutschdidaktik. Empirische Studien - Lesekompetenz - Lesestrategien - Textsorten - Didaktik.