Veröffentlicht von Huter Elisabeth
Medienkompetenz
1. Kompetenz:
Der Begriff Kompetenz ist sehr umfassend. Kompetenzen sind Fertigkeiten, Fähigkeiten, Eigenschaften oder Handlungen, die es ermöglichen Anforderungen in komplexe Situationen erfolgreich zu bewältigen. Darunter versteht man, dass man in der Lage ist kritische und komplizierte Situationen zu meistern. Der Begriff umfasst das was ein Mensch wirklich kann und weiß. Darunter versteht man alle Fähigkeiten, Wissensbestände und Denkmethoden, welche ein Mensch in seinem Leben erwirbt und zur Verfügung hat. Somit bezieht der Begriff auch Befähigung, Potential und individuelles Vermögen ein. Einen weiteren Aspekt der Kompetenz bietet die Möglichkeit jede neue Aufgabe zu lösen. Kompetenzen schaffen also die Möglichkeit in jeder Situation neues „konkretes Handeln“ zu schaffen und zu nutzen. Man kann also auch neue und unbekannte Situationen lösen, indem man sich neue Lösungswege überlegt (vgl. Gravert 2006)
2. Geschichte der Medienkompetenz:
1960 kam der Begriff der „Medienkompetenz“ auf. Die Bevölkerung solle, so forderte H. M. Enzensberger in Anlehnung an Brecht, überall dabei sein, auch bei der Produktion von Medien (vgl. Janz 2006).
Ende der 60er kam ein Bedeutungswandel, es entstand eine Angst vor neuen Medien. Die Medien wurden als Gefährdung betrachtet, und die Experten und Pädagogen nahmen oft eine bewahrpädagogische Grundhaltung ein. Diese regelrechte Angst vor dem Fernsehen und den neuen Medien allgemein beruhte zum Teil auf der Annahme vieler Pädagogen, das Buch sei das wertvollere Medium (vgl. Janz 2006).
Durch handlungsorientierte Pädagogik und Kulturarbeit kam ein erneuter Bedeutungswandel in den 1970er und 1980er. Die Medien wurden in ihren gestalterischen Potentialen für die Bildungssozialisation wahrgenommen. Als Leitbegriffe dominierten jetzt kommunikative Kompetenz, Lebenswelt, Alltag, authentische Erfahrung, handelndes Lernen und vor allem Handlungskompetenz und Medienkompetenz. Durch handelndes Lernen im Gegenstandsbereich der sozialen Realität sollte in der Verbindung von Reflexion und Handeln die Realität sowohl angeeignet als auch mitgestaltet und verändert werden (vgl. Janz 2006).
3. Medienkompetenz:
Lange Zeit verstand man unter dem Begriff Medienkompetenz technischen Fähigkeiten, wie der Umgang mit dem Computer, die Nutzung des Gerätes, das Programmieren von Programmen und das Lesen von Texten. Doch wofür Medienkompetenz im Vordergrund steht ist das Erlernen des Umgangs mit Medien, darunter versteht man das Bewerten der Vielzahl der Angebote und Inhalte. Doch Medienkompetenz unterscheidet sich in Inhalt und vor allem in der Funktion für verschiedene Gruppen. Unterschieden wird nach Altersgruppen, Verwendungszweck und besonders nach der gesellschaftlichen Rolle desjenigen. Dies muss speziell berücksichtigt werden um Medienkompetenz umsetzen und wirksam machen zu können (vgl. Bickelmann, Sosalla, 2002, 11ff).
4. Quellen und Literaturverzeichnis:
Bickelmann, Karin und Sosalla, Werner (2002): „Medienkompetent – Voraussetzungen, Förderungen, Handlungsschritte. Berlin: Vistas. (Schriften der LMS Landesmedienanstalt Saarland Saarbrücken Bnd. 9)
Gravert, Jan. (2005, 15. November). Kompetenzen. Zugriff am 05. Dezember 2008 unter http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/index.php/Kompetenzen
Janz, Richard. (2006). Was ist Medienpädagogik? Zugriff am 02. Dezember 2008 unter http://74.125.77.132/search?q=cache:WOiz1p74CswJ:wikis.mki.fh-duesseldorf.de/sozkultwebsem2006ss/Konzept%20Medienpaedagogik%20Medienkompetenz.doc+Geschichte+von+Medienkompetenz&hl=de&ct=clnk&cd=7&gl=at